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Lautlos im Wind – der BMW i8 Roadster

Vergangenes Wochenende wurde uns ein BMW i8 Roadster zur Testfahrt zur Verfügung. Ich gebe zu, ich war skeptisch. Immerhin fahre ich einen Jaguar F-Type, der mich neben dem phantastischen Design wegen seinem Krawallmotor begeistert. Ein Sportwagen muss brüllen. Und den E-Autos stehe ich sowieso sehr skeptisch gegenüber. Bis vergangenem Wochenende.

Ich erstelle hier keinen Testbericht des BMW i8 Roadster, den gibt es zuhauf von diversen Autozeitschriften nachzulesen. Ich will meine Emotionen beschreiben.

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Design

Das Sportwagen-Design kann man nur mit spektakulär bezeichnen. Alles andere würde dem i8 nicht gerecht werden. Überall, wo man stehen bleibt, zücken mehrheitlich männliche Menschen die Handys und machen Fotos. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich an dem Wochenende wegen dem Auto angesprochen wurde. Ein absoluter Hingucker. Was mit weniger gefallen hat, ist das Cockpit. Für einen eben auf dem Markt gekommenen Wagen finde ich es etwas „verstaubt“. Da sollte BMW das neueste Design und den Bildschirm verwenden wie z.B. im neuen 5er. Für den Preis könnte man das erwarten, finde ich.
Noch lobend erwähnen möchte ich das Heckfenster, das mit offenem Dach als Windschott dient und bei geschlossenem Dach für angenehme Durchlüftung des Innenraums sorgt. Das habe ich bei meinem alten 6er Cabrio sehr geschätzt und kommt hier wieder zum Einsatz.

Eli Travellover
BMW i8 Roadster, Lautlos im Wind

Fahrspaß

Schon das Einsteigen mit den Flügeltüren könnte ich den ganzen Tag praktizieren. Einfach geil. Wie, der Motor ist schon an? Ach ja, elektrisch. Man gleitet die ersten Meter völlig lautlos. Und dieses Lautlos begeistert mich noch mehr, wenn wir kleine Passstraßen in den Alpen fahren. Man hört Vögel zwitschern. Über Land hört man das Rauschen des Windes. Das lässt eher an Segelyacht denken als an Auto. Ich komme vollkommen runter und entspanne. Kein nervöses Brüllen eines Sportwagens. Es ist einfach ein komplett anderes Fahrgefühl. Und man sitzt trotzdem in einem Sportler. Das merkt man, wenn man mal richtig auf’s Gaspedal drückt und der Dreizylinder dazu geschaltet wird. So schnell und vor allem so ruckelfrei auf 200 macht irrsinnig Spaß.
Für alle Autotester, die nun sagen „ja, aber der Akku ist ja nach 50 km leer“, antworte ich: reicht für Alpenpass rauf und runter. Und wenn der Akku mal leer ist, lädt der Benziner ihn relativ schnell wieder auf.
Was mir allerdings ein Rätsel ist, wie man es schafft, auf einen (von BMW angegebenen) Verbrauch von 2 Litern kommen soll. Gut, ich war sportlich unterwegs, hatte alle manchmal auch Musik laufen und kam auf einen Verbrauch von 7 Litern. Finde ich für so ein Auto auch noch hervorragend, aber doch sehr weit weg von den 2.

Das lautlose Dahingleiten hat mich restlos überzeugt.
Schaltet sich der Dreizylinder im Heck dazu, befürchtete ich, es hört sich an, als ob ich mit dem Rasenmäher unterwegs bin. Nein, auch beim Soundtuning für den Sportauspuff haben die Ingenieure einen ordentlichen Job gemacht. Aber Dreizylinder bleibt Dreizylinder. Zu einen M- oder AMG-V8 ist noch sehr sehr viel Luft nach oben.

Ich habe im Vorfeld gelesen, dass der i8 von der Fahrdynamik mit richtigen Sportwagen nicht mithalten kann, dass er in den Kurven untersteuert, nicht so spritzig ist usw.
Gut, vielleicht auf der Rennstrecke. Aber da würde meine Wahl sowieso auf ein anderes Fahrzeug fallen. Für einen stinknormalen sportlichen Fahrer, wie ich es bin, ist der i8 das Nonplusultra.
Dafür erhält man einen tollen Look und einen hohen  Aufmerksamkeitskoeffizienten. Und nebenbei den Anflug eines reinen Gewissens …

Eines hat mich vollkommen überzeugt: Lautlos im Wind mit einem Sportwagen durch Oberbayern zu cruisen ist entspannend ohne Ende.

Mike Traveljunkie
BMW i8 Roadster, Lautlos im Wind

BMW i8 Roadster

 

 

#selbstbezahltundfürgutbefunden

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